Michael leitet derzeit bei der All for One Group die Prozessberatung in der SAP Excellence. Sechs Jahre ist er jetzt bei der Group und damals als Quereinsteiger in die IT Beratung eingestiegen. Ich habe mit ihm über seinen Job in der Prozessberatung gesprochen.

Jochen: Michael, du bist nicht über den „klassischen“ Karriereweg in die IT Beratung gekommen, sondern als Quereinsteiger. Verrate uns, was du vor der All for One gemacht hast.

Michael: Ich habe Maschinenbau studiert. In der letzten Position war ich als Betriebsleiter in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Da ging es nicht um IT Beratung. Ich war verantwortlich für Fertigung und Materialwirtschaft. Da ging es eher um die Führung der operativen Bereiche, neue Fertigungskonzepte und ähnliche Themen.

Jochen: Und wie kam es dann zum Schritt in Richtung Beratung?

Michael: Ich wollte schon immer in die Beratung, weil ich in meiner Laufbahn beim Kunden sehr viel Erfahrung sammeln konnte. Die wollte ich gerne weitergeben. Die Möglichkeit durch die All for One Group, zu verschiedenen Kunden und Projekten zu kommen, reizt mich persönlich am meisten und natürlich vor Ort der Kontakt mit den Menschen. Wenn du den Kunden verlässt und dir gesagt wird, dass es ein super Tag war und die Beratung sie weitergebracht hat, ist das die Motivation, die ich für meinen Job brauche.

Jochen: Wie hast du dir als Quereinsteiger das ganze IT Know-how angeeignet?

Michael: Bei meinem Einstieg habe ich eine 4-wöchige Ausbildung bei der SAP zum zertifizierten Supply Chain Consultant absolviert und mir dort erstmal die Grundlagen angeeignet. Das eigentliche SAP Wissen, dass ich am Anfang für die Beratung gebraucht habe, habe ich mir dann mit dem training on the job mit Kollegen, durch Rückfragen und ausprobieren selbst beigebracht.

Jochen: Wobei man sagen muss, zum Thema Prozessberatung musste dir niemand mehr viel beibringen …

Michael: Stimmt. Das habe ich von Haus aus mitgebracht, weil ich mich schon immer intensiv mit Prozessen beschäftigt habe. Ich durfte das Thema maßgeblich bei der All for One mit aufbauen.

Jochen: Hört sich ganz so an, als hättest du bei deiner beruflichen Transformation ein klares Ziel vor Augen gehabt …

Michael: Ja, für mich war von Anfang an klar, dass ich nicht reiner SAP Senior Consultant bleiben will, sondern in das Thema Prozessberatung einsteigen möchte.

Jochen: Die All for One hat selbst eine starke Entwicklung durchgemacht. Wie hat dir das geholfen?

Michael: Strategisch gab es das Ziel, das Portfolio zu erweitern, um nicht als reiner SAP-Implementierer zu erscheinen. Wir wollten mehr anbieten – unter anderem Prozessberatung. Ich habe hier die Chance bekommen gemeinsam mit anderen Kollegen, etwas mit eigener Handschrift aufzubauen.

In der Entwicklung der Group zeigt sich, dass wir noch vielfältiger sind und mittlerweile Bereiche haben, die sich mit Digitalisierung, Transformation, Prozessberatung und vielen anderen Themen beschäftigen. Das hätte, glaube ich, vor fünf Jahren keiner gedacht.

Jochen: Was ist das charakteristische am Thema Prozessberatung?

Michael: Ich habe als Prozessberater nicht den typischen SAP-Berater Job. Es geht nicht mehr um detaillierte SAP-Beratung. Die Flugebene ist viel höher. Meine Themen drehen sich um die Prozesse beim Kunden, wo im Hintergrund ein SAP-System mit im Spiel ist. Natürlich muss ich dafür wissen, was in SAP möglich ist, um dort auch die Prozesse beim Kunden entsprechend in die richtige Richtung zu leiten und dann organisatorische Veränderungen einzuleiten.

Jochen: Organisatorische Veränderungen sind häufig ein heikles Thema in Unternehmen. Ist deine Rolle als „Externer“ ein Vorteil, um Dinge an- und umzustoßen?

Michael: Ja, absolut. Es kommt vor, dass ich eine Empfehlung ausspreche, die vielleicht auch schon intern jemand gesehen hat, die dann aber kein Gehör gefunden hat. Der Prophet im eigenen Haus hat oft weniger Stimmrecht als der Berater und bekommt eine Entscheidung nicht so schnell durch. Ich wirke also ein bisschen als Beschleuniger. Außerdem erlebe ich häufig Firmen, die jemanden suchen, mit dem sie sich austauschen und eine partnerschaftliche Beziehung aufbauen können. Diese Augenhöhe ist natürlich auch in unserem Interesse.

Jochen: Kannst du uns kurz schildern wie ein typischer Auftakt beim Kunden aussieht?

Michael: Wenn der Prozessberater zum Kunden kommt, werden erstmal viele Fragen gestellt. „Was machen sie?“, „Wie machen sie das?“ und „Warum machen sie das?“. Aus diesen vielen W-Fragen kommen wir in der Regel zu dem Punkt, wo der Kunde seine Schmerzen hat. An der Oberfläche ist das meist nicht zu erkennen. Wenn wir das erreicht haben, also den Kunden verstanden haben und das wahre Problem verstehen, können wir in die Lösungskonzeption gehen.

Jochen: Okay, es geht also als Prozessberater darum, die richtigen Fragen zu stellen. Was ist noch wichtig?

Michael: Gut zuhören, Fachkenntnisse und natürlich jede Menge Methodenwissen, so dass man neben der Moderation eines Termins z. B. auch einen Design Thinking Workshop mit dem Kunden durchführen kann, oder mit anderen agilen Methoden arbeitet. Außerdem geht es bei uns nicht darum, sich selbst zu profilieren, sondern sich als Partner beim Kunden zu etablieren, so dass er das Gefühl hat: Hier bin ich genau richtig aufgehoben.

Jochen: Wenn wir schon beim Thema „richtig aufgehoben“ sind: Fühlst du dich bei der All for One Group Zuhause?

Michael: Ja, denn die Philosophie in Richtung Kunden leben wir auch nach innen. Typisch All for One ist einfach, dass man sich gegenseitig weiterhilft. Wenn du ein Thema hast, kannst du auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen. Auf Leute, die dir auch wirklich weiterhelfen. Bei Fragen oder Problemen wirst du nicht allein gelassen. Mir persönlich gibt das alles auf jeden Fall das Gefühl, hier sehr gut aufgehoben zu sein.

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