Was ist das Spannende am Job als SAP Berater? Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Bringt der Job auch Nachteile mit sich und welches Rüstzeug muss man selbst dafür mitbringen? Darüber habe ich mit meiner Kollegin Raffaela gesprochen, die bei uns als SAP Senior Consultant im Presales unterwegs ist.

Jochen: Raffaela, bevor wir tiefer einsteigen, verrate doch erstmal, wer du bist und was deine aktuelle Position bei uns ist.

Raffaela: Wer ich bin? Eine lebenslustige, wissbegierige, ehrgeizige und sportliche Frau mit vielen Träumen, Vorstellungen und Zielen. Ich versuche stets mich weiterzuentwickeln, zu verbessern und neue Themengebiete zu lernen. Bei der All for One bin nun seit einem Jahr im SAP-Presales tätig. Davor war ich bei einem anderen Arbeitgeber SAP Senior Logistik-Beraterin und in Projekten deutschland- und europaweit unterwegs.

Jochen: Du beschäftigst dich seit vielen Jahren mit IT und Beratung. Was gefällt dir eigentlich so daran?

Raffaela: Spannend an der SAP Beratung und auch im Presales sind definitiv die sich ständig verändernden Bedingungen. Alle paar Monate bzw. Wochen gibt es ein neues Projekt oder einen neuen Presales-Fall – man startet wieder bei Null, findet sich in einem neuen Projektteam wieder, mit neuen Kollegen, neuen Keyusern, neuen Prozessen, neuen Rahmenbedingungen und neuen Herausforderungen.

Die IT-Welt steht niemals still. Dadurch lernt man immer wieder etwas dazu – auch über sich selbst.

Jochen: Sicherlich lernt man auch etwas über Berater-Klischees. Kennst du einen guten Beraterwitz?

Raffaela: Einen guten Beraterwitz? Gibt es sowas? Ich kenne vor allem Sprüche wie „Hast du heute etwa schon wieder einen halben Tag Urlaub?“, wenn ein Kollege um 17 Uhr das Büro verlässt.

Jochen: Dass Berater nicht unbedingt den klassischen „9 to 5“ Job haben, überrascht wahrscheinlich die Wenigsten. Was ist dein Rezept, damit dir der Job trotzdem schmeckt?

Raffaela: Es ist wichtig, seine eigenen Bedürfnisse nicht komplett für einen Kunden oder ein Projekt hintenanzustellen. Verzichtet man auf alles, was einem wichtig ist, leidet man nicht nur selbst darunter, sondern früher oder später auch die Qualität des Projektes. Gewinner gibt in diesem Fall keine. Natürlich gibt es gerade bei einem Go-Live oder intensiven Presales-Workshop Tage, an denen man deutlich mehr arbeiten muss und auch mal kurzfristig die Hobbies hintenanstehen müssen. Das sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.

Jochen: Was muss man noch mitbringen, um erfolgreich zu sein?

Raffaela: Als Berater sollte man neben dem notwendigen Fachwissen eine gute Portion Selbstvertrauen im Gepäck haben – und auch den Mut, dem Gegenüber „Nein“ zu sagen. Auch in einem Projekt läuft nicht immer alles toll und rund. Und gerade in diesen Situationen hilft es, ein dickes Fell zu haben.

Einen guten Berater macht auch aus, aufmerksam zu sein, „zwischen den Zeilen lesen zu können“ sowie Körpersprache, Gestiken und Mimik lesen und interpretieren zu können. Kurz: Menschenkenntnis.

Jochen: Unterscheidet sich die Arbeitsweise der All for One von anderen Beratungshäusern?

Raffaela: Nicht grundlegend würde ich sagen, aber ein paar Unterschiede gibt es schon – etwa in Bezug auf die Projektmethodik. Wir können zum Beispiel im Gegensatz zu anderen Beratungshäusern auf eine Geschäftsprozessbibliothek zurückgreifen. Das heißt, ich bin nicht gezwungen von Anfang an selbst Daten im System anzulegen, um Prozesse testen und schulen zu können. Das spart eine Menge Zeit. Allerdings gibt es bei der All for One teils mehr Abstimmungsbedarf hinsichtlich der einzelnen Konzeptphasen.

Jochen: Wie wichtig sind dir Freiräume und Weiterentwicklung und wie unterstützt die All for One Group dich dabei?

Raffaela: Freiräume sind in meinem Job essenziell. Freiräume machen kreativ – auch bei der Lösungsfindung komplexer Prozesse. Dasselbe gilt für die Weiterentwicklung: aktuell gibt es viele Projekte im SAP S/4HANA-Umfeld. Hier habe ich den nötigen Freiraum, um mich in die neuen Prozesse, die neuen Fiori-Apps, etc. einzuarbeiten. Das zahlt letztendlich auch auf die Qualität im Projekt und im Presales ein. Nur wenn ich selbst von der Qualität überzeugt bin, kann ich auch den Kunden überzeugen und begeistern. Unterstützt werde ich dabei durch meinen Teamleiter und meinen Bereichsleiter sowie von meinen Kollegen. Identifiziere ich selbst Wissenslücken oder Schulungsbedarf, werde ich auf voller Linie unterstützt. Benötige ich nach anstrengenden Wochen im Presales mal eine kurze Verschnaufpause, ist auch das kein Problem ;-)

Jochen: Was bedeutet für dich “Zuhause” und fühlt sich die All for One wie ein Stück Zuhause an?

Raffaela: „Zuhause“ bedeutet für mich vor allem mich wohl zu fühlen. Dazu gehört ein großartiges Team, ein Teamleiter, der fördert und fordert, ein rundum angenehmes Arbeitsklima und natürlich auch das ein oder andere Benefit. Es ist sehr viel wert, nach einer längeren Dienstreise oder Anreise ins Office zu kommen und erst einmal in den Obstkorb greifen zu können für ein gesundes Frühstück. Und es gibt nichts Besseres, als die Gewissheit, mit Problemstellungen nicht im Regen stehen gelassen zu werden, sondern von hilfsbereiten Kollegen jederzeit Unterstützung zu bekommen.

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